emoges

Evaluierung von Positionierungstechnologien für das MOnitoring von GEfahrguttransporten auf dem hoch-rangigen österreichischen Straßennetz

 

 

 

Forschungspartner: c.c.com, Österreichisches Forschungs- und Prüfzentrum Arsenal GesmbH, Advanced Computer Vision GmbH – ACV, FGM Forschungsgesellschaft Mobilität Gesellschaft mbH, TU Wien – Institut für Geodäsie und Geophysik / Abteilung Höhere Geodäsie, Via donau – Entwicklungsgesellschaft mbH für Telematik und Donauschifffahrt

 

Förderungsgeber: ERP

Forschungszeitraum: 2003-2004


Die Erfahrungen mit schwerwiegenden Unfällen in Straßentunnels in den vergangenen Jahren (z.B. Tauerntunnel und Montblanctunnel 1999) haben die Schwachstellen beim Management von Gefahrguttransporten sowie die extreme Gefährlichkeit solcher Transporte auf den kritischen Abschnitten des hochrangigen Straßennetzes bestätigt. Speziell in Gebieten mit hoher Verkehrsauslastung, in sensiblem ökologischem Umfeld aber im Besonderen in Tunnels stellen Gefahrguttransporte ein extrem hohes Sicherheitsrisiko dar.

Nur eine lückenlose Verfolgung von Gefahrguttransporten entlang aller Abschnitte des hochrangigen Straßennetzes liefert einen ausreichenden Datenbestand um

  •    die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und aller Anrainer in diesen kritischen
    Straßenabschnitten zu gewährleisten und um

  •    die Basis für ein effizientes Notfallmanagement zu garantieren.

Da die Verfügbarkeit von konventionellen aber auch zukünftigen Satellitennavigations-systemen nicht auf allen Straßenabschnitten des österreichischen hochrangigen Straßennetzes garantiert werden kann (z.B. bei Abschattungen in Tunnels, Abschattungen durch Bauwerke), ist es notwendig komplementäre Technologien für diese Abschnitte einzusetzen, um ein nahtloses Gefahrgutmonitoring-System (GGMS) entlang der gesamten Straßeninfrastruktur zu installieren.

EMOGES beschäftigte sich mit dem Einsatz von Positionierungs­technologien und auch Kommunikationstechnologien im Rahmen von GGMS, mit der Evaluierung derartiger Technologien und im Zuge der technischen Umsetzung unter anderem mit der Definition des „Handshake“ - Verfahrens beim Übergang von der Positionierung im Überlandbereich zum Tunnelabschnitt.

Des weiteren war EMOGES eine Demonstration und eine betriebswirtschaftliche Bewertung des Einsatzes verschiedener Positionierungsverfahren (Überlandbereich und Tunnels) im Rahmen von GGMS um die Akzeptanz für neue Technologien zu erhöhen bzw. zu stärken.

Das EMOGES Projekt zielte auf eine Demonstration von Mehrwertdiensten beim Management von Gefahrguttransporten auf dem hochrangigen Straßennetz ab. Die Demonstrations-szenarien waren zwei Straßenabschnitte. Zum einen wurden im Überlandbereich neue (GALILEO, EGNOS etc.) aber auch konventionelle (LORAN-C, NAVSTAR etc.) Positionierungs­technologien auf Ihre Systemparameter hin getestet. Des weiteren wurden komplementäre Technologien (Video Image Processing, Bakensysteme, Einsatz des Mautsystems der ASFINAG etc.) zum Einsatz in besonders kritischen Straßenabschnitten getestet, um einen lückenlosen, innovativen Mehrwertdienst darstellen zu können. Als Ergebnis der Arbeiten wurde eine `best practice´ Methode für diesen Mehrwertdienst identifiziert. Im besonderen wurde dabei auf zukünftige Technologien (GALILEO, EGNOS etc.) fokussiert.